Die Region Dersim liegt im Ostanatolien, in Grenzen der heutigen Türkischen Republik und bezieht die Städte Tunceli und teilweise Bingöl, Sivas, Elazig und Erzincan ein.

Die Kolonialmächte – also sowohl das Osmanische Reich als auch die Türkische Republik – konnten bis 1937 in dieser Region weder Fuß fassen noch in nennenswerter Weise dort eindringen. Dersim war immer eine Hochburg des Widerstandes gegen Unterdrückung und Fremdherrschaft gewesen.In den Jahren 1937-1938 erlebte die Dersim Bevölkerung einen Genozid, wobei 70.000 Dersimer/innen darunter Kinder, Frauen und Alten getötet und die überlebenden zwangsdeportiert wurden.

Dersim ist ein buntes Mosaik von Kulturen. In der Region wird neben der Zaza sowohl Kurdisch als auch Türkisch gesprochen. Dort herrscht eine uriranische Glaube, die die Spuren von Mazdaismus und Zarathustrismus bis zum Christentum und Islam trägt.

In Deutschland leben nach Schätzungen bis drei hundert Tausend Dersimer/innen, davon bis zu zehn Tausend in Köln und Umgebung. Dersim Gemeinde Köln e.V. wurde zwecks der Förderung der Kultur, Sprache und Geschichte der Dersimer Immigranten in Deutschland im Mai 1995 gegründet und vom Sozialausschuss der Stadt Köln als Ausländerzentrum sowie vom Finanzamt als gemeinnütziger Verein anerkannt.

Unsere Aktivitäten dienen dem Dialog und der Kulturvermittlung zwischen Dersimer Immigranten und den Deutschen sowie anderen Immigranten.

Die „Dersim Gemeinde Köln e.V.“ (DGK) wurde 1995 gegründet
und ist Mitglied der „Föderation der Dersim Gemeinden in Europa e.V.“ (FDG).